Was macht man nach einem anstrengenden Tag auf der Piste in einem der vielen schönen Skigebiete der Schweiz, bei eisigen Temperaturen, frischem Pulverschnee (es hat die ganze Nacht geschneit und auch tagsüber noch) und viel Sonnenschein? Richtig, man sitzt vor dem Computer und schreibt seinen neuesten Blog (ich kann jedoch nicht aufhören, das majestätische Panorama von meinem Platz aus zu bewundern). Meine letzte (Geschäfts-)Reise nach New York ist bereits einige Wochen her und wurde durch einige Zentimeter Schnee zu einem besonderen Erlebnis. Der Schnee in New York kam erst am ersten Sonntag meiner Reise und auch nur abends. Daher war meine Sonntagsreise eher ein regnerisches Erlebnis. Es begann (und endete) jedoch auf interessante Weise, da die Fenster des New Jersey Transport Zuges ziemlich schmutzig waren (ehrlich gesagt frage ich mich, ob sie die Fenster jemals von außen reinigen. Die Züge sind innen ziemlich sauber…). Der Schmutz erzeugte jedoch eine besondere Art von Filter und die Welt sah durch das Fenster mystisch aus. Es ist nicht immer klar, was das Motiv wirklich ist, warum es dort ist, wo es ist und wofür es verwendet wird, wenn die Jahreszeit eine andere ist.

Ein weiteres Mysterium ist die aktuelle Politik in den USA. Ich traf einen stolzen Trumpisten, der sich für die Amtseinführung seines ikonischen Führers herausgeputzt hatte, die am nächsten Tag stattfinden sollte. Er fing an, mit mir zu reden, aber glücklicherweise nicht über den Mann mit den gelben Haaren, sondern über meine Kamera. Er gestand, dass er sich schon immer für Fotografie interessiert hatte, aber seit vielen Jahren keine Kamera mehr angefasst hatte. Ich bemerkte, dass Fotografie manchmal den Horizont erweitern und zu neuen Erkenntnissen führen kann … ich bin nicht sicher, ob die Botschaft ankam…

Erst auf meiner Rückfahrt nach Morristown fiel der Schnee so richtig. Wieder fotografierte ich die Welt draußen durch das Zugfenster. Der Schnee und die Dunkelheit, beleuchtet von den Straßenlaternen, schufen eine noch geheimnisvollere Atmosphäre.

Das Leben ist wie ein Zug von Stimmungen, wie eine Perlenkette, und wenn wir sie durchlaufen, erweisen sie sich als vielfarbige Linsen, die der Welt ihren eigenen Farbton verleihen. …

Ralph Waldo Emerson (25. Mai 1803 – 27. April 1882), amerikanischer Essayist, Dozent, Philosoph und Dichter.